Landesbildungsserver Baden-Württemberg Landesbildungsserver Baden-Württemberg Bildung st�rkt Menschen. Bildungsplan 2004

Realschule

Der Bildungsplan 2004 Realschule

Der Bildungsplan Realschule 2004 formuliert fachliche, methodische, soziale und personale Kompetenzen, die die Schülerinnen und Schüler am Ende bestimmter Klassenstufen erreichen sollen.




Das im Bildungsplan verankerte pädagogische Konzept der Realschule

Das pädagogische Konzept des Bildungsplans Realschule basiert auf handlungsorientierten, fächerverbindenden Unterrichtskonzepten, die dem fachlichen und überfachlichen Kompetenzerwerb dienen. Die Fähigkeit zum selbstständigen Arbeiten erwerben die Schülerinnen und Schüler in vielfältigen Projekten und machen dabei Erfahrungen in praktischer Arbeit und im sozialen Bereich. Auf diese Weise bieten sich vielfältige Lernchancen und Einblicke in die Berufs- und Arbeitswelt.




Der Bildungsplan Realschule besteht aus folgenden Fächern, Fächerverbünden, Wahlpflichtfächern und Themenorientierten Projekten:

 

Fächer und Fächerbünde

·         Die Fächer Deutsch und Mathematik sowie eine Pflichtfremdsprache (in der Regel Englisch) bilden den Kern der allgemeinen Bildung in der Realschule. Der Fremdsprachenunterricht soll vor allem die kommunikative Kompetenz der Schülerinnen und Schüler im Sinne des zusammenwachsenden Europas fördern. Die mündliche Überprüfung in der ersten Fremdsprache (EuroKom) als Teil der Realschulabschlussprüfung in Klasse 10 trägt diesem Ziel Rechnung.

·         Der Unterricht der oben genannten Fächer wird ergänzt durch die Fächer Sport, Geschichte sowie Musik und Bildende Kunst, Religionslehre oder Ethik.

 

·         Im Fächerverbund Naturwissenschaftliches Arbeiten (NWA) wird eine naturwissenschaftliche Grundbildung angestrebt, die Kenntnisse und Fähigkeiten durch eigenes Experimentieren, Recherchieren und Reflektieren vermittelt. Themen und Inhalte der Bereiche Biologie, Chemie und Physik werden fächerübergreifend bearbeitet. Am Ende eines Schuljahres wird eine Gesamtnote erteilt. NWA gilt als  Kernfach.

·         Im Fächerverbund Erdkunde-Wirtschaftskunde-Gemeinschaftskunde (EWG) erwerben die Schülerinnen und Schüler grundlegende Kompetenzen und Einsichten aus dem Bereich der Gesellschaftswissenschaften wie zum Beispiel die Einsicht und Erkenntnis in die zunehmende Globalisierung wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Vorgänge. Den Schülerinnen und Schülern werden Auswirkungen, Chancen und Gefahren verdeutlicht und Handlungsmöglichkeiten als mündige Bürger aufgezeigt.

 

Wahlpflichtfächer

Ab Klasse 7 ist ein Wahlpflichtbereich eingerichtet. Jede Schülerin und jeder Schüler wählt nach Neigung eines der Fächer Technik, Mensch und Umwelt oder Französisch. Das gewählte Fach zählt als Kernfach.

·         Das Fach Technik gibt jungen Menschen Orientierung in einer komplexen technischen Welt und die Gelegenheit, ihre eigenen Möglichkeiten und Chancen zu finden, um an unserer technikgeprägten Gesellschaft teilhaben und mitwirken zu können.

·         Das Fach Mensch und Umwelt umfasst die Themenbereiche Ernährung, Bekleidung, Wirtschaften und das Zusammenleben in Familie und Gesellschaft. Gesundheits- und Umwelterziehung sind durchgängiges Unterrichtsprinzip.

·         Französisch als weitere Fremdsprache bereitet die Schülerinnen und Schüler auf sprachliche Anforderungen auch im Hinblick auf veränderte Berufsqualifikationen, neue Formen der internationalen Kooperation sowie interkulturelle Begegnungen vor.

Wurde als erste Fremdsprache Französisch erteilt, ist an dieser Stelle Englisch als zweite Fremdsprache obligatorisch.

 

Themenorientierte Projekte

Themenorientierte Projekte bilden eine eigene Unterrichtskategorie und werden integrativ  im Fachunterricht der Fächer und Fächerverbünde umgesetzt.

 

·         Technisches Arbeiten (TA): In diesem Projekt erleben die Schülerinnen und Schüler bei der Herstellung von Gegenständen Freude am praktischen Arbeiten. Sie begegnen beim Umgang mit verschiedenen Werkstoffen, Werkzeugen, Maschinen und elektronischen Bauteilen elementaren technischen Sachverhalten.

·         Soziales Engagement (SE): Das Projekt hat das Ziel, Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Menschen zu wecken und zu fördern. Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet dies, zum Beispiel im Rahmen eines Sozialpraktikums, eigene Stärken und Schwächen kennen zu lernen, ihre Kommunikationsfähigkeit zu verbessern und dadurch Verhaltensicherheit zu erwerben und die eigene Sozialkompetenz zu stärken.

·         Wirtschaften, Verwalten und Recht (WVR): Die Schülerinnen und Schüler erhalten während des Projekts beispielhaft Einsichten in die Bedeutung der arbeitsteiligen Wirtschaft, in Organisationsabläufe und Verwaltungstätigkeiten sowie in die dazugehörigen rechtlichen Rahmenbedingungen. So üben die Jugendlichen zeitgemäße, fachliche, methodische, soziale und personale Kompetenzen ein.

·         Berufsorientierung (BORS): Die Berufsorientierung nimmt in der Realschule eine zentrale Funktion ein. Im Rahmen des Themenorientierten Projekts BORS planen die Schülerinnen und Schüler im Team Vorgehensweisen zur Erlangung persönlicher Berufswahlkompetenz und erarbeiten sich selbstständig einen Überblick über zentrale Gesichtspunkte der Berufs- und Arbeitswelt. Am Ende des Projekts Berufsorientierung steht eine Projektprüfung.


Nationale Standards

Ergänzend zu den Bildungsstandards des Planes von 2004 sind Hinweise zu den nationalen Bildungsstandards in den Fächern Deutsch, Mathematik und erster Fremdsprache hier veröffentlicht.




Umsetzungsbeispiele für Curricula

 

Die Umsetzungsbeispiele für Curricula dienen als Vorschläge, die bei der Erstellung oder Weiterentwicklung eines schul- und fachspezifischen Curriculums ebenso hilfreich sein können wie bei der konkreten Planung des eigenen Unterrichts.

Umsetzungsbeispiele für Curricula sind grundsätzlich keine abgeschlossenen Produkte, sondern sie befinden sich in einem dauernden Entwicklungsprozess, sind jeweils neuen Situationen vor Ort angepasst und müssen nach Erfahrungswerten fortgeschrieben werden. Sie sind stark an den Kontext der jeweiligen Schule gebunden und müssen auch dort jeweils auf die individuelle Klassensituation bezogen werden.


Hinweis

 

Der Bildungsplan Realschule 2004 ist Basis der Realschulabschlussprüfung. Eine Handreichung zu dieser Prüfung ist hier veröffentlicht.


Download zum Thema


 Bildungsplan 2004 Realschule.pdf

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